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Temporal

Museums



Petra Kasten
Struktur der Materie

Finissage

Leonhardi-Museum


Finissage der Ausstellung ab 15 Uhr
Um 18 Uhr spricht Matthias Flügge
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Was ist die Struktur der Materie, von Dingen, von Lebewesen? Man sehe sie, aber man könne sie unmöglich zeichnen, so Petra Kasten in einem Gespräch zur aktuellen Ausstellung im Leonhardi-Museum. So sei sie dazu gekommen, die Strukturen aus ihrer inneren Intuition zu schaffen. Doch sie untersucht in ihrer künstlerischen Arbeit, in Grafiken, Zeichnungen und Malerei, nicht nur die Strukturen des Dinglichen, sondern ebenso des Unsichtbaren, des nicht Offensichtlichen. Die Struktur des scheinbar Vordergründigen ist dabei nur eine Ebene, ebenso wichtig ist das, was dahinter ist. Mal ist es die eigentliche Beschaffenheit des Bildträgers, mal Typografie, die unter der opaken Grundierung hindurchscheint oder auch selbstbewusst stehen bleibt. Mal sind es weitere Strukturen, Farbflächen oder Muster, die einem maximal simplifizierten, gerade noch gegenständlichen Motiv Halt verleihen oder auch in offensichtlichem Widerspruch zu diesem stehen und so Brüche erzeugen.
In ihren Rasterbildern treibt Petra Kasten das Spiel der Ebenen ins Unendliche. Auf großformatigen Leinwänden verlässt sie das Reich des Gegenständlichen endgültig und entwirft einander überlagernde Netze aus senkrechten, waagerechten, einander kreuzenden Linien, die den Betrachter Schicht um Schicht in unheimliche Tiefen vordringen lassen. Oder auch nicht: In manchem Bild wird der Blick des Betrachters schon vom obersten Gitter zurückgeworfen, fast unzugänglich bleibt das Dahinter. Auf anderen Leinwänden verschwimmen die ersten Layer scheinbar zu einem Schleier, einer Membran, welche die Unendlichkeit dahinter zu etwas Ungewissem macht. Die Idee von der Struktur der Materie bleibt für Petra Kasten immer ein Suchen, das Kreisen um ein Rätsel, das wohl nie letztgültig gelöst werden wird. Vielleicht liegt genau darin der Reiz ihres Werks.
„Sich dem Werk von Petra Kasten anzunähern, bedeutet, sich mit der Frage nach dem in sich gegliederten Ganzen auseinanderzusetzen – sich mit den Strukturen vertraut zu machen, die im Weltbild der Künstlerin allgegenwärtig zu Tage treten: „Wären all die geordneten, verstreuten sowie verworrenen Linien unserer Umgebung dunkle Striche, müsste uns dann die Atmosphäre nicht nahezu schwarz erscheinen?“ (Petra Kasten)“
EMILIA KRELLMANN

Information about the museum

Leonhardi-Museum Dresden
Grundstraße 26

01326 Dresden
Germany
Internet: www.leonhardi-museum.de
The museum is open again.
Tue to Fri: 2 p.m. – 6 p.m.

Sat to Sun, holidays : 10 a.m. – 6 p.m.

Mon: closed


Corresponding exhibition

Special exhibition, from March 21 to September 27: Petra Kasten „Struktur der Materie“
Zeichnungen und Malerei


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