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Konzert | Worte, die weiterleben – Mit der Sängerin Bente Kahan, Wrocław

Kulturtage

Kraszewski-Museum


Veranstaltung im Rahmen der 6. Polnisch-Deutschen Kulturtage Dresden

Die Komponistin und Sängerin Bente Kahan zählt heute zu den weltweit bekanntesten Interpreten jiddischer Lieder. Ihr Anliegen ist es, Geschichten und Schicksale der Opfer des Holocaust zu offenbaren, um die Erinnerung an diese wach zu halten. In ihrem Programm „Worte, die weiterleben“ singt sie Lieder und trägt Gedichte vor von Mordechai Gebirtig, Ilse Weber und Tadeusz Różewicz – geschrieben vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie singt auf Jiddisch und Englisch sowie Deutsch und Polnisch, dabei begleitet sie sich selbst auf der Gitarre. Ihre mitreißenden musikalischen Interpretationen von Werken der drei Dichter sind überwältigend schön.
Der jüdische Liedermacher Mordechai Gebirtig schrieb Musikstücke über seine Kultur und Religion in Polen, bevor er 1942 im Krakauer Ghetto umkam. Im selben Jahr wurde die tschechische Dichterin Ilse Weber ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie rund 60 Gedichte in deutscher Sprache schrieb, bevor sie 1944 in Auschwitz ermordet wurde. Ihre Texte erzählen vom Leben im Lager und vermitteln Einblicke in die täglichen Kämpfe der Häftlinge. Im polnischen Untergrund verfasste hingegen der polnische Dichter Tadeusz Różewicz (1921–2014) während des Zweiten Weltkriegs zahlreiche Werke. Zum Schöpfer einer neuen Dichtkunst avancierte er, als 1947 sein Gedichtband Niepokój (Unruhe) veröffentlicht wurde. Bente Kahan ist eine, in Norwegen geborene, jüdische Künstlerin, Musikerin, Regisseurin und Dramatikerin. Sie absolvierte ihre Theaterausbildung an den Hochschulen in Tel Aviv und New York und steht seit 1981 als Schauspielerin und auch Musikerin auf der Bühne.
2006 begründete sie in Wrocław eine Stiftung, die den Wiederaufbau der Breslauer Synagoge Zum Weißen Storch realisierte. Heute befindet sich hier ein internationales Zentrum für jüdische Kultur.
Eintritt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro

Die Veranstaltung wurde organisiert in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Verbindungsbüro in Brelsau / Wrocław.

Informationen zum Museum

Kraszewski-Museum
Nordstraße 28
01099 Dresden
Internet: https://www.stmd.de/kraszewski-museum
Mi – So: 12 – 17 Uhr
Mo/Di: geschlossen

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