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Parzelle 3

Kunst im Außenraum

Kunsthaus Dresden
Hinweis: Fortlaufendes Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm unter freiem Himmel in der Kleingartenanlage Flora I e.V., Bergmannstraße 39, 01309 Dresden (Haupteingang nahe der Gaststätte „El Horst[/q])


Zur künstlerischen Auseinandersetzung mit Themen der Koexistenz von Mensch und Natur hat das Kunsthaus Dresden die Parzelle 3 als Außenstelle des Museums in einer Kleingartenanlage in Dresden-Striesen eröffnet. Temporäre Präsentationen, ebenso wie langfristige Projekte werden dort in Zusammenarbeit von Künstler:innen, Gartenfreundinn:en und anderen Expert:innen entwickelt und können unter freiem Himmel und im Ausstellungspavillon der Parzelle 3 besichtigt werden.
Andreas Kempe – Es war nicht alles auf einmal zu sehen
Wie bestimmt das Sehen unsere Wahrnehmung von Natur? Andreas Kempe arbeitet seit mehreren Jahren in seinen künstlerischen Werken mit Aufnahmen aus dem Archiv des Biologen und Naturschützers Reinhard Kempe. Die ab 1960 bis in die 1980er Jahre hinein entstandenen Diapositive und Film aufnahmen dokumentieren eine biologische Artenvielfalt und Lebensräume, die in unserer unmittelbaren Umgebung zu finden sind. Das umfangreiche Archiv umfasst Aufnahmen von Insekten, Wildvögeln und Pflanzengesellschaften. Andreas Kempe überträgt Bilder und Materialien aus der biologischen Feldforschung in ortsspezifische künstlerische Installationen. Indem er sich mit unterschiedlichen Systemen der Orientierung auseinandersetzt und beispielsweise Super-8-Filmaufnahmen von einem Habicht im realen Setting eines Waldes zeigt, thematisiert er auch die Grenzen der Abbildbarkeit natürlicher Prozesse. Die komplexen Strukturen von 44 verschiedenen archivierten und getrockneten Moosen bilden die Basis eines im Risografieverfahren gedruckten Buches, das im Rahmen der Ausstellung für den Pavillon Parzelle 3
Olaf Holzapfel: Arena
Was sagen handwerkliche Fähigkeiten über eine Region und ihr Verhältnis zur Natur aus? Die für das Projekt Parzelle 3 in der Kleingartenanlage entworfene große Holzplastik von Olaf Holzapfel ist in einer Blockhaus-Technik gefertigt, die in Europa weit verbreitet war, bevor sie durch andere nicht nachwachsende Baustoffe abgelöst wurde. Die unbehandelten Fichtenstämme, die Olaf Holzapfel zusammengefugt hat, weisen über all die Spuren des Borkenkäfers auf. Sie stammen aus dem riesigen Waldbestand, der in den vergangenen drei Jahren aufgrund der globalen Klima erwärmung in Deutschland abgestorben ist. Dem Kunstler geht es auch um langfristige Perspektiven: Wäre es möglich, dass die Stadtplanung der Zukunft anders aussehen wird?
Ulrike Mohr: Gnadengarten
Wo finden Pflanzen eine Zuflucht, wenn ein Grundstück neu bebaut oder bepflanzt wird? Die Künstlerin Ulrike Mohr hat den botanischen Bestand der halbverwilderten Parzelle 3 des Kleingartenvereins Flora e.V. erfasst, kurz bevor diese in den künstlerischen Projektgarten Harmas KGV verwandelt wurde. Alle Pflanzen sowie das Saatgut der einjährigen Pflanzen wurde im Herbst 2020 dokumentiert, ausgepflanzt bzw. gesammelt, im Frühjahr 2021 ausgesät, um einen neuen Garten zu gründen – den Gnadengarten.
Nana Petzet: Harmas KGV
Die Samen von zunächst 17 seltenen trockenheitsliebenden
Wildpflanzen des Elbhügellandes wurden im Boselgarten, einer historischen Außenstelle des Botanischen Gartens bei Meißen geerntet und von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Gartenanlage sowie im Umweltzentrum zu Jungpflanzen herangezogen. Um den Anforderungen der seltenen Pflanzen gerecht zu werden, wurde eine Schüttung des im Elbhügelland bodentypischen Plänergesteins mit Lößlehm vermischt auf der Parzelle vorgenommen. Es entstand ein Trockenbiotop – ein steiniges von Wildpflanzen bewachsenes Gelände, um Insekten in ihrem idealen Lebensraum beobachten zu können.

Impressionen

Impression

Foto: ©Helge Mundt

Informationen zum Museum

Kunsthaus Dresden
Städtische Galerie für Gegenwartskunst
Rähnitzgasse 8
01097 Dresden
Internet: kunsthausdresden.de/
Die Museen Dresden sind zu den regulären Zeiten geöffnet.
Di – Do: 14 – 19 Uhr

Fr – So, Feiertage: 11 – 19 Uhr
Mo: geschlossen



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