Vielfalt zeigen,
Bildung erleben

Sammlungen

Seit über 150 Jahren werden unter städtischer Ägide Kunstwerke, Alltagsgegenstände, wissenschaftliche Apparate, Industrieerzeugnisse und verschiedene Medien gesammelt. Diese Sammlungen bewahren wichtige Zeugnisse zur Geschichte der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger und reflektieren Dresdens Rolle als Kultur-, Wissenschafts- und Industriestandort sowie die Einbindung des Privaten und Lokalen in die europäische Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

Eine Reise durch die Geschichte und Entwicklung Dresdens

Die Sammlungen spiegeln die Entwicklung Dresdens zur Kulturmetropole, zum Laboratorium sozialer und künstlerischer Experimente sowie zu einem Zentrum der Wissenschaften und der Hochtechnologie wider. Seit den Anfängen der städtischen Sammlungstätigkeit im ausgehenden 19. Jahrhundert haben die Sammlungen zahlreiche politische Zäsuren durchlebt. Besonders die Zeit des Nationalsozialismus und die Wirren des Zweiten Weltkriegs und unmittelbaren Nachkriegszeit führten zu bedeutenden Verlusten. Daher gehört das Aufspüren verlorener Bestände zu einer wichtigen und ständigen Aufgabe der städtischen Museen.

Die modernen Hüter des Kulturerbes

Heute werden die Sammlungen des Museumsverbundes durch das Stadtmuseum, die Städtische Galerie, die Technischen Sammlungen, das Leonhardi-Museum und das Palitzsch-Museum nach wissenschaftlichen und museologischen Kriterien betreut und erweitert. Dabei stehen das für Dresden Spezifische, die Qualität und Originalität eines Objektes, seine exemplarische Bedeutung und sein symbolischer Wert im Vordergrund.

Die Museen bieten eine faszinierende Reise durch die Geschichte und Kultur einer der bedeutendsten Städte Deutschlands. Sie sind lebendige Orte der Erinnerung und Innovation, die das kulturelle Erbe Dresdens bewahren und erlebbar machen. Entdecken Sie die Vielfalt und den Reichtum dieser einzigartigen Sammlungen in den Ausstellungen der Museen der Stadt Dresden oder digital. 

KI generiert: Das Bild zeigt ein antikes Sofa mit grünem Stoffbezug und kunstvollen Holzschnitzereien an Rückenlehne und Armlehnen. Das Design des Sofas wirkt klassisch und dekorativ.Jugendstil-Sofa, Oskar Gebhardt, Dresden, 1898 / 1899 | Foto: © Stadtmuseum Dresden, Museen der Stadt Dresden

Stadtmuseum Dresden

Die Sammlungen des Stadtmuseums spiegeln seine wechselvolle Geschichte wider. Gegründet in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, prägten zunächst bürgerliche Zeugnisse städtischer Repräsentation den Bestand. Im Zweiten Weltkrieg gingen etwa 40 Prozent der Bestände verloren. In der DDR erfuhr das museale Profil eine politisch-ideologische Neuausrichtung; erst in den 1980er Jahren gelangen neue Sammlungsakzente. Nach der Wiedervereinigung rückten Wirtschafts- und Industriegeschichte wieder in den Mittelpunkt. Heute umfassen die Sammlungen vier Bestandsgruppen zur Kunst- und Kulturgeschichte Dresdens vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Das Museum versteht seine Sammlungsarbeit als offenen Prozess – mit dem Ziel, Lücken zu schließen und die Stadtgesellschaft in ihrer gesamten Breite abzubilden.​​​​​​​​​​​​​​​


KI generiert: Das Bild zeigt eine Gruppe von schwarzen, abstrakten Figuren, die scheinbar Darstellungen oder Schilder hochhalten. Die Figuren sind grob und minimalistisch gezeichnet, wodurch eine dynamische, leicht chaotische Szene entsteht.A.R. Penck (Ralf Winkler), Der Sturz, 1960 | Foto: © Städtische Galerie Dresden, Museen der Stadt Dresden

Städtische Galerie Dresden

Die Städtische Galerie Dresden hat seit ihrer Gründung 2002 den Kunstbestand der Landeshauptstadt übernommen und kontinuierlich weiterentwickelt. Die Sammlung umfasst Gemälde, Skulpturen und grafische Arbeiten vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Durch die nationalsozialistische Aktion „Entartete Kunst” gingen bedeutende Bestände – darunter Werke des Expressionismus – nahezu vollständig verloren; seitdem werden diese Lücken schrittweise geschlossen. Die Grafische Sammlung verwahrt über 30.000 Arbeiten auf Papier, darunter mehr als 6.000 historische Stadtansichten. Das Sammlungskonzept richtet sich bewusst auch auf Gegenwart und Zukunft: Zeitgenössische Werke und künstlerische Positionen der DDR-Zeit werden kontinuierlich aufgenommen und kritisch reflektiert.​​​​​​​​​​​​​​​


KI generiert: Das Bild zeigt eine klassische Contax-Kamera mit einem robusten und hochwertigen Design. Die Kamera hat ein großes Objektiv mit dem Aufdruck "Carl Zeiss Jena".Contax I der Zeiss Ikon AG Dresden, ca. 1933

Technische Sammlungen Dresden

Die Technischen Sammlungen Dresden bewahren Zeugnisse der Technikgeschichte vom Industriezeitalter bis heute. Schwerpunkte sind Foto- und Filmtechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Rechen- und Schreibmaschinen, Mikro- und Nanoelektronik sowie Mess- und Elektrotechnik. Hinzu kommen Sammlungen zu Unterhaltungs- und Radiotechnik, Medizin- und Haushaltstechnik sowie zur Feuerwehrgeschichte Dresdens. Die Bestände sind fest in der Dresdner und sächsischen Industriegeschichte verwurzelt und international bedeutsam.