
Führung: PLATTE OST/ WEST. Wohnen und Bauen in Großtafelbauweise
Führung in der Sonderausstellung
- Dauer: 1,5 Stunden
- Treffpunkt an der Kasse
- Führung kostenfrei zzgl. Museumseintritt
- ohne Anmeldung

»Auf die Barrikaden!«
Stürmische Ereignisse im Mai 1849 in Dresden
Im 19. Jahrhundert strebte das wirtschaftlich erstarkende Bürgertum nach mehr persönlichen Rechten, Freiheiten und politischer Mitsprache – auch in Dresden. Bilder, Dokumente und Berichte von Akteuren und Beobachtern schildern anschaulich und hautnah die Ereignisse des Jahres 1849 in Dresden.
- Mit Lutz Reike (Vortrag)
- Eintritt: 10 € / ermäßigt 8 €
- Bitte reservieren Sie rechtzeitig online oder telefonisch beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter 0351 488 7272 (MO – FR).

A Survival Paradox
(Über)Leben im Krieg
Podiumsgespräch mit Dr. Agnes Matthias (Kunsthistorikerin und Kuratorin) und den Fotograf*innen Johanna Maria Fritz, Elliott Kreyenberg, Emile Ducke
Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, seit 2014 und seit 2022 als Vollinvasion, hat Fragen zurückgebracht, die wir uns nie mehr stellen wollten. Seine Folgen spüren auch wir jeden Tag, wenn auch meist unterschwellig: in den Energiepreisen, den Desinformationskampagnen. In der Ukraine ist der Krieg die Bedingung, unter der alles andere stattfindet. Wie (über)lebt man das?
Das Podiumsgespräch trägt den Titel der Serie »A Survival Paradox« des OSTKREUZ-Fotografen Elliott Kreyenberg, die er als ortsspezifische Installation für die Robotron-Kantine realisiert hat. Er porträtiert junge Männer, die den Wehrdienst verweigern – entgegen der Bereitschaft zur Landesverteidigung, die gesellschaftlich von ihnen erwartet wird. Das Recht, den Kriegsdienst aus Gewissensgründen zu verweigern, gilt in Europa als Menschenrecht – in der Ukraine ist es unter Berufung auf das Kriegsrecht ausgesetzt. In der öffentlichen Debatte kommen diese Männer nicht vor: Wer sich äußert, macht sich angreifbar.
Die vielfach ausgezeichnete OSTKREUZ-Fotografin Johanna Maria Fritz arbeitet seit Kriegsbeginn überwiegend in der Ukraine. In ihrem gemeinsam mit der Autorin Morgane Bona produzierten Film »Furies – Watching From Above« – zu sehen im Untergeschoss der Robotron-Kantine – macht sie sichtbar, wie stark Drohnen diesen Krieg prägen und was die permanente Beobachtung den Kämpfenden abverlangt.
Emile Ducke zeigt in seiner fotografischen Serie »Die Kälte« eine weitere drastische Form der Kriegsführung: Bereits im ersten Kriegswinter beschoss die russische Armee gezielt die ukrainische Energieinfrastruktur. Diese Taktik hat historische Vorläufer; ältere Ukrainer*innen erinnern sich an ihre Kindheit im Zweiten Weltkrieg. Heute wie damals ist die Kälte eine Waffe.
In dem Podiumsgespräch geht es um die Nähe zu den Porträtierten und die daraus entstehende Verantwortung, um die Frage, was sichtbar wird und was nicht, und um die Rolle von Fotograf*innen in einem Krieg, der auch mit Bildern geführt wird.
Wie die künstlerische Fotografie früherer Kriege diesen Fragen begegnete, untersucht die Dresdner Kunsthistorikerin und Kuratorin Dr. Agnes Matthias seit ihrer Promotion – damals am Material der Jugoslawienkriege und des Nordirlandkonflikts. Dr. Agnes Matthias leitet heute die Sammlung der Deutschen Fotothek an der SLUB Dresden.
Moderiert wird das Gespräch vom OSTKREUZ-Fotografen Sebastian Wells. Ukrainische und international arbeitende Fotografinnen zusammenzubringen, und in ihrer Vielstimmigkeit erlebbar zu machen ist seit 2022 auch sein publizistisches Projekt: Gemeinsam mit dem ukrainischen Fotografen Vsevolod Kazarin gründete er das Magazin »Solomiya«, das seitdem in Kyjiw und Berlin erscheint.
- Moderation: Sebastian Wells
- Museumseintritt

Finissage: WAS TUN WIR. Bilder in Zeiten zerfallender Gewissheiten.
Finissage mit DJ Maroschka (Berlin/ Kiew)
FINISSAGE mit Dj Maroschka (Berlin/ Kiew), die Bar ist geöffnet / Food & Drinks
Auf Einladung des Freundeskreises des Kunsthaus Dresden in der robotron-Kantine e. V.

Dialogführung mit Jörg Brüggemann und Tamara Eckhardt
Was tun wir. Bilder in Zeiten zerfallender Gewissheiten
Jeden zweiten Sonntag um 15 Uhr finden Dialogführungen durch die Ausstellung mit jeweils zwei Fotograf*innen der Agentur OSTKREUZ statt.
Tamara Eckhardt (*1995 in Kirchzarten) lebt und arbeitet als Fotografin in Berlin. Ihre Langzeitprojekte geben Einblicke in gesellschaftlichen Wandel und das Leben von Gemeinschaften, oft Angehörige von Minderheiten oder marginalisierten Gruppen. Ihr besonderes Augenmerk liegt dabei auf Themen des Erwachsenwerdens und kollektiver Identität. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet und international ausgestellt. Sie ist seit 2022 Mitglied der Agentur OSTKREUZ. »La Vie en rose« ist ein fotografisches Langzeitprojekt, das aus Tamara Eckhardts Begegnung mit Frauen in der marokkanischen Rosenstadt Kalaat M’Gouna am südlichen Rand des Atlasgebirges entstanden ist. Die Menschen in der Region leben zumeist vom Anbau der Damaszenerrose. In den letzten Jahren haben sich mehrere selbstverwaltete Frauenkooperativen gebildet, die Rosenwasser und Rosenöl produzieren. Seit 2023 verbrachte Tamara Eckhardt Zeit in der Gemeinschaft der dort lebenden Frauen und wurde so Teil ihres Alltags. Sie sangen, tanzten, kochten, lachten und weinten zusammen. Die Erfahrung von Verbundenheit und femininer Kraft wurde zum Ausgangspunkt und Herzstück der Arbeit.
Jörg Brüggemann (*1979 in Herne) lebt und arbeitet als Fotograf in Berlin. In seiner künstlerischen Praxis verhandelt er Globalisierung, Identität und Trauma und zeigt, wie global vernetzt die heutige Welt und ihre Menschen sind. Sein Werk wurde weltweit ausgestellt, ausgezeichnet und in Monografien publiziert. Seit 2018 ist er als Theaterfotograf u.a. für das Berliner Ensemble und das Schauspielhaus Bochum tätig. Bereits seit 2009 ist er Mitglied der Agentur OSTKREUZ, seit 2023 leitet er mit Lia Darjes die Ostkreuzschule für Fotografie. Für »El derecho de vivir en paz« fotografierte er im Herbst 2019 im chilenischen Valparaíso Tage im Ausnahmezustand. 2019 ergreifen weltweit so viele Menschen wie seit Jahrzehnten nicht mehr das Mittel des öffentlichen Protests. Die Wechselwirkung globaler, lokaler und persönlicher Verflechtungen versteht Jörg Brüggemann als Kern seiner Arbeit. In Chile geht 2019 fast das gesamte Volk geht auf die Straße. Das Leben ist teuer, da alles privatisiert ist, auch das Gesundheitssystem, die Bildung, die Renten, während die Einkommen niedrig bleiben. Ein Funken, die Erhöhungen der Preise für Metrotickets, haben die Proteste in Gang gebracht. Die Menschen fordern ein bezahlbares Leben, Freiheit, Bildung, Sicherheit und endlich eine neue Verfassung, denn die alte stammt noch aus den Zeiten der Militärdiktatur Pinochets der 1980er Jahre.
- Museumseintritt zzgl. Führungsgebühr

Auf Dichterspuren – zum 267. Geburtstag Schillers
Stadtspaziergang
Würdigung des Dichters zu seinem 267. Geburtstag und Begehung des Denkmals
Mitglieder des Schiller & Körner in Dresden e. V. führen Sie anschließend auf den Spuren Schillers und seines Freundes und Mäzens Christian Gottfried Körner durch das Stadtzentrum.
- Treffpunkt:
Schillerdenkmal am Jorge-Gomondai-Platz
01097 Dresden - Kosten:
5 €, frei für Mitglieder des Schillervereins Dresden sowie Ehrenamtliche des Schillerhäuschens)
Veranstaltung des Schiller & Körner in Dresden e. V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden

Powered by Painting
Ausdrucksmalen in der Städtischen Galerie Dresden
Malen, wie Sie es bisher vielleicht noch nicht erlebt haben: Man muss nicht malen können, kein Richtig, kein Falsch, keine Vorgaben, keine künstlerische Bewertung. Dafür gibt es jede Menge bunte Farbe, Pinsel, Schwämme, Rollen, Spachtel. Gemalt wird in der Gruppe, im Stehen auf großen Bögen Papier unter der Obhut einer professionellen Ausdrucksmalleiterin.
Mit Irene Bader, Ausdrucksmalleiterin, Hier ist Malraum, Dresden
- Kosten: 15 € pro Person
- Nur mit Anmeldung an kontakt@hier-ist-malraum.de

Catilina-Dramen im Umkreis der europäischen Revolution von 1848/49
Alexandre Dumas, Henrik Ibsen und Ferdinand Kürnberger schrieben im Kontext der europäischen Revolution sogenannte Catilina-Dramen. Lucius Sergius Catilina war ein römischer Verschwörer, der versucht hatte, mit Gewalt Macht zu erlangen und letztendlich scheiterte. Die traditionelle Perspektive auf den „Bösewicht“ erfährt in den literarischen Werken geradezu stufenweise eine Umwertung – allerdings nicht traditionslos: Im 18. Jahrhundert standen Prosper Jolyot Crébillon und Voltaire gegen Giambattista Casti und Antonio Salieri.
- Mit Dr. Jürgen Klose (Vortrag)
- Eintritt: 10 € / ermäßigt 8 €
- Bitte reservieren Sie rechtzeitig online oder telefonisch beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter 0351 488 7272 (MO – FR).
- In Kooperation mit der Dresdner Goethe-Gesellschaft e.V.

Sitting on a Fence
Kunstgespräch mit Johanna Seidel

Kunst im Heizkraftwerk Reick: Heinz Drache & Siegfried Schade
Rundgang im Heizkraftwerk
Im heutigen Heizkraftwerk Reick befinden sich zwei Kunstwerke, die für die Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind: Ein monumentales Wandbild (1976) von Heinz Drache in der Schaltzentrale und Keramikreliefs (1989) von Siegfried Schade aus dem ehemaligen Speisesaal. Diese Werke zeigen auch Plattenbauten – die Darstellung ist jedoch sehr unterschiedlich und sie sind damit ein Spiegel ihrer Zeit.
Mit Erläuterungen von Dr. Claudia Quiring (Stadtmuseum Dresden) und Tino Kuhnke (SachsenEnergie) zum Inhalt und dem späteren Umgang mit den Werken.
- SachsenEnergie-Heizkraftwerk Dresden-Reick
Liebstädter Straße 1
01277 Dresden - Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Die KI und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft
Der Verein Deutsche Sprache zu Gast
Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt in einem rasanten Tempo. Sie beeinflusst zunehmend unseren Alltag, die Arbeitswelt, Bildung, Wirtschaft und unser gesellschaftliches Zusammenleben. Doch welche Chancen eröffnen sich durch diese technologische Entwicklung, und welche Risiken und Herausforderungen müssen wir bewältigen?
- Mit Dipl.-Phys. Klaus Däßler

Ein Abend für Strawalde – zum 95. Geburtstag
Film und Gespräch
Begrüßung
Dr. Gisbert Porstmann, Museen der Stadt Dresden
Prof. Dr. Wolfgang Holler, Sächsische Akademie der Künste
Stefanie Eckert, DEFA-Stiftung
Film
Drei von vielen, 1961/1988, 32 Minuten
Gespräch
Jürgen Böttcher, Peter Makolies, Matthias Flügge
Der 1931 in Frankenberg/Sachsen geborene und im Ort Strahwalde in der Oberlausitz aufgewachsene Filmregisseur und Maler Jürgen Böttcher, alias Strawalde, gehört zu den wichtigsten Künstlern der Nachkriegszeit. Der Abend anlässlich seines 95. Geburtstages beleuchtet nicht nur Strawaldes filmisches und künstlerisches Werk, sondern würdigt ebenso seine besondere Stellung im deutschen Kunstgeschehen und die Verbindung mit seinen Weggefährten.
Gezeigt wird sein 1961 gedrehter, umgehend verbotener und erst 1988 uraufgeführter DEFA-Kurzdokumentarfilm »Drei von vielen«, in dessen Mittelpunkt seine Dresdner Künstlerfreunde Peter Graf, Peter Herrmann und Peter Makolies am Anfang ihrer künstlerischen Laufbahn stehen,
Im Anschluss spricht Strawalde mit dem Publizisten Matthias Flügge und dem Bildhauer Peter Makolies über die Produktionsgeschichte und Hintergründe des Films, über ihren Weg zur Kunst und die Beweggründe, allen Widrigkeiten zum Trotz dabei geblieben zu sein. Der Bogen führt bis in die Gegenwart und eröffnet so den Blick auf über 60 Jahre deutsch-deutsche Kunst- und Kulturgeschichte.
Eine Veranstaltung der Sächsischen Akademie der Künste in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden und der DEFA-Stiftung