
Goethes »Hermann und Dorothea« oder deutsche und französische Werte
Vortrag im Stadtbezirksamt Loschwitz
Zum 100. Jubiläum der Gothe-Gesellschaft Dresden, zusammen mit dem Schiller & Körner in Dresden e. V.
- Mit Prof. Dr. Dirk Oschmann (Leipzig)
- Stadtbezirksamt Loschwitz
Grundstraße 3
01326 Dresden

Fokus Olga Martynova II – Lyrik
»Such nach dem Namen des Windes«
Die Dresdner Stadtschreiberin Olga Martynova ist ein Phänomen. Sie schreibt Romane, Gedichte, Essays, Rezensionen, ist als Übersetzerin und Herausgeberin tätig. Und sie setzt in allen Bereichen hohe Standards.
Ihre Romane »Sogar Papageien überleben uns« (2010, für den Deutschen Buchpreis nominiert), »Mörikes Schlüsselbein« (2013, Auszug: Ingeborg-Bachmann-Preis 2012, für den ganzen Roman: Berliner Literaturpreis 2015) und »Der Engelherd« (2016, u. a. gewürdigt mit dem Rompreis Villa Massimo) sind literarische Erlebniswelten, die jeden Leser, der zu diesen Romanen greift, beglücken werden.
Als Bestandteil der Veranstaltungsreihe »Fokus Olga Martynova« wird die Autorin ihren Gedichtband »Such nach dem Namen des Windes« (Peter-Huchel-Preis 2025) näher vorstellen.
Der Band beschwört mit einer sanften und zugleich erregenden Sprache noch einmal den Verlust ihres Mannes (Oleg Jurjew starb 2018), der aus nahezu jedem Gedicht spricht. Aufregend und zuweilen spöttisch ist die Abwehr des Todes und der Geister der Unterwelt, denen sie in Traum und Tagtraum begegnet.
Olga Martynova versucht, Abstand zu gewinnen. Sie steigt mit Dante und Vergil in die Unterwelt hinab, spürt dem Mythos von Orpheus und Eurydike nach, besucht Kabbalisten in Jerusalem. Um Abstand zu gewinnen spürt sie in Zwiesprache mit Friedrich Hölderlin und Paul Celan dem Verlorenen nach (»Celan hat im Hölderlingarten gepflückt, aus dem Rosennichts die Niemandsrose gezüchtet«).
»Vu nemt men a bisele Glik«, das Eröffnungsgedicht, zeichnet wie eine Ouvertüre die Linien des Bandes vor. Das Gedicht geht in Zwiesprache mit Friedrich Hölderlins Gedicht »Hälfte des Lebens« und spricht zugleich das jüdische Schicksal und Repliken von Jean Amery und Oleg Jurjew an.
Im zweiten der sieben Kapitel – »La Speranza« (Hoffnung) – taucht erstmals die Elster (Speranza) auf, im Weiteren kluge Begleiterin und mahnendes Korrektiv der Dichterin: »Trunken von Nüchternheit sind die Menschen können weder klar denken noch wirklich fühlen, sagt die Elster.«
Im vierten Kapitel werden Geschichten vom Tod heraufbeschworen: »Tolstois Tod«, »Pasolinis Tod«, auch Kleists Selbstmord am Wannsee. Das alles immer im Zwiegespräch mit Oleg Jurjew.
Im fünften Kapitel – »Der Tod scheidet nicht, aber das Leben« – erfolgt die Anrufung des Geliebten in Reihungen: »Wir waren einander Mond und Sterne, Wein und Brot, Erde und Feuer, Wasser und Luft, Minuten und Zifferblatt, Regen und Wurm, Fliegen und Frösche, Krähe und Aug …«
Wer bei all dem denkt, dass der Band schwer zu lesen ist, kann beruhigt werden. Martynovas Gedichte finden eine ruhige, zarte Sprache und sprechen mit einprägsamen Bildern und Metaphern.
- Moderation: Volker Sielaff

Lötpunkt AG
Das coole Kreativlabor
Einen eigenen Roboter bauen? Im Lötpunkt, dem coolen Kreativlabor, kein Problem. Hier erlebst du Elektronik hautnah. Schnell und einfach lötest du aus Bauelementen elektronische Geräte zusammen, ob eine Minitaschenlampe, einen Feuchtigkeitsanzeiger für den Blumentopf, ein leuchtendes Herz für Omas Geburtstagskuchen, einen Windmesser oder gar einen kleinen Roboter.
Jeden Donnerstag (außer in den Ferien), 15:30 – 17:30 Uhr
Teilnahme kostenfrei
Ab 12 Jahre
Anmeldung beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 oder an service@museen-dresden.de

Sachsens Glanz und Preußens Gloria – Macht und Mythos
Filmpräsentation im Rahmen der Sonderausstellung
Der Dokumentarfilm von Kerstin Mauersberger aus dem Jahr 2021 blickt hinter die Kulissen der Verfilmung der »Sachsen-Trilogie« des polnischen Schriftstellers Józef Ignacy Kraszewski. Die Regisseurin zeigt, mit welch enormem Aufwand das untergegangene barocke Dresden in Prag und Leningrad rekonstruiert wurde und wie identitätsstiftend die Filmreihe für eine Region wurde.
- Dauer: 45 oder 90 Minuten (Das Publikum kann entscheiden.)

Platte? Ja, bitte! Umbau und Sanierung von Plattenbauten in Gorbitz
Stadtteilrundgang
Die in den 1980er Jahren entstandene Plattenbausiedlung Gorbitz hat sich in den vergangenen 25 Jahren Stück für Stück gewandelt. Wo einst ein Block dem anderen glich, herrscht heute Vielfalt, und zwar nicht nur in Form farblich gestalteter Fassaden, sondern auch im Inneren der Gebäude. Aufzüge, Bäder mit Dusche und Fenster, großzügige Küchen, neue Balkone, Mietergärten – all das ist durch Modernisierungen und Umbauten inzwischen in der »Platte« zu finden.
Ein herausragendes und bekanntes Umbauprojekt ist die Kräutersiedlung, die in den Jahren 2002 bis 2004 von der Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft Dresden eG realisiert wurde. Aber auch danach hat sich in Gorbitz viel getan, und es wird immer noch an mehreren Stellen gebaut.
Leitlinie dabei war und ist stets, die Stärken des Plattenbaus (z.B. großzügige, grüne Innenhöfe und kompakte Strukturen) zu erhalten und gleichzeitig Nachteile (z. B. kleine Küchen und Bäder, Sechsgeschosser ohne Aufzug) zu beseitigen.
Der Rundgang führt zu ausgewählten umgebauten Wohngebäuden und soll die Potenziale, die im Plattenbau stecken, und seine Zukunftsfähigkeit am Beispiel Gorbitz veranschaulichen.
Mit Konstanze Mally
- Dauer: 2 Stunden
- Treffpunkt an der Straßenbahnhaltestelle Merianplatz (stadtauswärtige Seite)
- Teilnahme kostenfrei
- Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Führung: PLATTE OST/ WEST. Wohnen und Bauen in Großtafelbauweise
Führung in der Sonderausstellung
- Dauer: 1,5 Stunden
- Treffpunkt an der Kasse
- Führung kostenfrei zzgl. Museumseintritt
- ohne Anmeldung

Improtheater im Museum
Ein Kunstparcours der anderen Art
Durch Improvisationstheater erweckt das Ensemble Yes oder Nie! mit dem Publikum die Geschichten, die in den Bildern und Objekten der ständigen Ausstellung stecken, zum Leben. Zusammen mit Worten, Gestik und Musik entstehen improvisierte, spontane Szenen, die den Moment des Bildes einfangen, illustrieren oder ganz neu interpretieren. Alles ist möglich!
- Eintritt 15 €, ermäßigt 6 €
- Reservierung auf www.yesodernie.de

Familien-Schatzsuche am Geberbach
Wanderung und spannende Mitmach-Stationen
Eine abwechslungsreiche Familien-Schatzsuche am Geberbach lädt Groß und Klein dazu ein, den Bach und seine Umgebung gemeinsam zu entdecken. Die Veranstaltung verbindet eine kleine geführte Wanderung – die auch für ältere Menschen gut geeignet ist – mit spannenden Mitmach-Stationen entlang des Geberbachs.
Die Familien-Schatzsuche bietet die Gelegenheit, den Geberbach neu kennenzulernen, lokale Initiativen zu entdecken und gemeinsam einen schönen Tag in der Natur zu verbringen.
Zahlreiche Akteure aus Prohlis gestalten das Programm gemeinsam, darunter das Quartiersmanagement Prohlis, der Heimatverein Prohlis, die Dresdner Kinder- und Familienhilfe, der Gemeinschaftsgarten Prohlis und das Umweltzentrum. Auch das Projekt ReBioClim ist als Initiator mit dabei und unterstützt die Veranstaltung mit einem Infostand am Bach.

Führung: Die ewige Schrift – Eine Tora für Dresden
Kuratorengespräch mit Jahna Dahms
Zum jüdischen Feiertag Jom Kippur darf nicht in der Tora geschrieben werden – die Führung entfällt.
Einführung in das Projekt: Was ist eine Tora? Warum wird sie seit über 2500 Jahren von Hand geschrieben?
In rund 35 Minuten erläutert Jahna Dahms das Projekt und spricht über Ursprung, Überlieferung und Bedeutung der Tora als älteste kontinuierliche Kulturtechnik der Menschheit. Im Anschluss können Fragen gestellt werden. Die Schreiberin ist während der Veranstaltung anwesend.
- Dauer: 35 Minuten
- Für diese Führung benötigen Sie kein Museumsticket.

Papierschaltkreise und Ozobots
Familientüfteln im MACHwerk
13:00 bis 17:00
Im MACHwerk könnt ihr heute mit Kupferband einen Papierschaltkreis bauen oder unsere Miniroboter Ozobots und die Sprache in der sie kommunizieren kennenlernen!
- Museumseintritt

Jüdinnen und Juden im Wirtschaftsleben des Kaiserreiches und der Weimarer Republik
Vitrinenblicke – Stadtgeschichten aus dem Depot
Welche Rolle spielten jüdische Bürgerinnen und Bürger im Wirtschaftsleben unserer Stadt? Wie prägten sie Handel, Finanzwesen und Industrie in der Zeit des Kaiserreiches und der Weimarer Republik?
Ausgewählte Objekte aus unserem Depot, die nun in einem neuen Kontext gezeigt werden, beleuchten den Beitrag jüdischer Fabrikanten, Bankiers und Geschäftsleute zur wirtschaftlichen Entwicklung Dresdens und erzählen von einem Leben, das fest in der Mitte der Gesellschaft verankert war.
Die Führung findet im Museumscafé statt – mit Blick auf die Neuerwerbungsvitrine. Kleine Snacks stehen bereit; Kaffee kann bei Bedarf am Automaten geholt werden. In diesem entspannten Rahmen etabliert das Stadtmuseum ein neues Führungsformat, das Geschichte im Gespräch erlebbar macht.
- Führung kostenfrei zzgl. Museumseintritt
- Dauer: 1,5 h
- Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

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Ausdrucksmalen in der Städtischen Galerie Dresden
Malen, wie Sie es bisher vielleicht noch nicht erlebt haben: Man muss nicht malen können, kein Richtig, kein Falsch, keine Vorgaben, keine künstlerische Bewertung. Dafür gibt es jede Menge bunte Farbe, Pinsel, Schwämme, Rollen, Spachtel. Gemalt wird in der Gruppe, im Stehen auf großen Bögen Papier unter der Obhut einer professionellen Ausdrucksmalleiterin.
Mit Irene Bader, Ausdrucksmalleiterin, Hier ist Malraum, Dresden
- Kosten: 15 € pro Person
- Nur mit Anmeldung an kontakt@hier-ist-malraum.de