
Jayne-Ann Igel
Lesereihe »Schreibspuren«
Woher kommt ein Schriftsteller? Welche Bücher, Klänge und Bilder begleiten ihn – und wann werden Einflüsse zu einer eigenen literarischen Sprache? Diesen Fragen geht die Lesereihe »Schreibspuren« nach. Zum Auftakt ist die Dresdner Dichterin Jayne-Ann Igel zu Gast.
Jayne-Ann Igel hat eine eigene poetische Sprache entwickelt, in der Landschaft zum Resonanzraum von Geschichte und persönlicher Erfahrung wird, während die Sprache selbst nie selbstverständlich ist, sondern immer wieder neu gesucht und erprobt wird.
Wer ihrem Schreiben auf die Spur kommen möchte, begegnet einer Vielzahl literarischer Stimmen. Eine besondere Bedeutung haben dabei Elias Canetti, Virginia Woolf und Paul Verlaine. Elsa Morantes »Traumtagebuch« wurde für Jayne-Ann Igel zu einem wichtigen Impuls, sich selbst mit dem Aufzeichnen und literarischen Festhalten von Träumen zu beschäftigen. Unter den deutschsprachigen Dichtern nehmen insbesondere Sarah Kirsch, Elke Erb und Johannes Bobrowski einen wichtigen Platz ein. In diesen Texten begegnen ihr Fragen, die für ihr eigenes Schreiben wichtig sind.
Im Gespräch mit Jayne-Ann Igel geht es um solche literarischen Wegmarken und Wendepunkte ihrer Schreibbiografie. Igel stellt Texte vor, die für sie wichtig waren und erzählt von den Spuren, die sie in ihrem eigenen Schreiben hinterlassen haben.
Moderation: Patrick Wilden
- Eintritt 8 €, ermäßigt 5 €
Eine Kooperation der Literarischen Arena e. V., der Evangelischen Akademie Sachsen und den Museen der Stadt Dresden
Diese Veranstaltung wird gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden.

Der deutsch-arabische Lyriksalon 2026
Verständigung und Versöhnung werden in einer Welt zunehmender Konfrontation immer wichtiger. Aufgrund ihrer Universalität und der Sinnlichkeit ihrer Metaphern ist die Sprache der Poesie in der Lage, einen lebendigen Dialog zwischen den Kulturen zu stiften.
Der von dem deutschsprachigen, aus Syrien stammenden Dichter und bildenden Künstler Fouad EL-Auwad ins Leben gerufene und von ihm seit 2005 jährlich organisierte deutsch-arabische Lyrik-Salon soll ein Beispiel dafür sein. Er schafft Jahr für Jahr für die Möglichkeit, dass sich die Kulturen auf literarischer Ebene begegnen und eine neue Brücke zwischen der arabischen und der europäischen Welt bauen. Jetzt kommt der deutsch-arabische Lyrik-Salon zum bereits fünften Mal nach Dresden.
- Musik: Razgar Karim (Oud)
- Eintritt: 8 €, ermäßigt 6 €
Eine Veranstaltung des Literaturforums Dresden e. V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden und dem deutsch-arabischen Lyriksalon

Marcel Beyer
Lesereihe »Schreibspuren«
Woher kommt ein Schriftsteller? Welche Bücher, Klänge und Bilder begleiten ihn – und wann werden Einflüsse zu einer eigenen literarischen Sprache? Diesen Fragen geht die neue Lesereihe »Schreibspuren« nach. Nach Jayne-Ann Igel ist der Dresdner Schriftsteller und Dichter Marcel Beyer zu Gast.
Marcel Beyers Schreiben ist aus einem weit verzweigten Netz von Lektüren und Begegnungen hervorgegangen. Eine besondere Bedeutung hat dabei die österreichische Schriftstellerin Friederike Mayröcker, mit deren Werk er sich bereits während seines Studiums intensiv beschäftigte. Auch Autoren wie Ernst Jandl, Paul Celan und Oskar Pastior gehören zu den literarischen Stimmen, die seinen Weg begleitet haben. Hinzu kommen Einflüsse aus der französischen Literatur, von Michel Leiris und Francis Ponge bis Georges Perec und Claude Simon, aber auch von William S. Burroughs und dessen experimentellen Verfahren.
Seine künstlerische Sozialisation reicht dabei weit über Bücher hinaus. Musik und die Arbeit mit Klang und Stimme haben sein Schreiben ebenso geprägt. In den 1990er Jahren schrieb er für das Magazin SPEX und beschäftigte sich mit Verfahren, bei denen Sprache nicht nur Bedeutung trägt, sondern auch Material ist, das bearbeitet, zerlegt und neu zusammengesetzt wird. Das Interesse an Sprache, Stimme, Bild und medialer Vermittlung bildet einen roten Faden, der sich durch sein Schreiben zieht.
Im Gespräch mit Marcel Beyer geht es um solche literarischen Wegmarken und Wendepunkte seiner Schreibbiografie. Beyer stellt Texte vor, die für ihn wichtig waren, und erzählt von den Spuren, die sie in seinem eigenen Schreiben hinterlassen haben.
Moderation: Richard Stratenschulte
- Eintritt 8 €, ermäßigt 5 €
Eine Kooperation der Literarischen Arena e. V., der Evangelischen Akademie Sachsen und den Museen der Stadt Dresden
Diese Veranstaltung wird gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden.