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Datum

Mi / 14. Okt
18:00
Mit Anmeldung
KI generiert: Das Bild zeigt vier Frauen in einer Collage, die in eleganter Kleidung aus einer früheren Epoche abgebildet sind. Es hebt historische Mode und Fotografie hervor. | Fotomontage: Bernhard Hansky
Sängerinnen der Dresdner Künstlerfamilie von Schuch

Der Name Schuch ist der Musikwelt nicht nur durch den Dresdner Dirigenten und Generalmusikdirektor der Hofoper, Ernst Edler von Schuch, ein Begriff. Auch seine Gattin Clementine von Schuch-Proska, die Töchter Käthe und Liesel sowie die Enkelin, ebenfalls Clementine genannt, hinterließen als gefeierte Sängerinnen ihre Spuren in der Musikgeschichte. 

Bernhard Hansky, selbst Sänger u. a. an der Semperoper Dresden, beleuchtet in seinem Vortrag die Lebenswege dieser faszinierenden Künstlerinnen, deren Wirken sich über mehr als ein Jahrhundert Musikgeschichte erstreckt.

  • Mit Bernhard Hansky (Vortrag)
  • Eintritt: 10 € / ermäßigt 8 €
  • Bitte reservieren Sie rechtzeitig online oder telefonisch beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter 0351 488 7272 (MO – FR).
Do / 15. Okt
19:00
KI generiert: Das Bild zeigt eine Frau mit lockigem Haar und einem Haarband, die auf einem Stuhl sitzt. Im Hintergrund ist ein buntes, detailreiches Kunstwerk zu sehen.Dorothea Grünzweig | Foto: © Richard Stratenschulte
Dorothea Grünzweig

kein schaukeln mehr in der dunkelheitswiege

Dorothea Grünzweigs neuer Band »Erfasst von dieser Nachtverwandlung« führt ihre poetische Erkundung der finnischen Landschaften und Jahreszeiten eindrucksvoll fort. Ausgangspunkt ist Kaamos, die sonnenlose Winterzeit des Nordens – ein Zustand zwischen Dunkelheit, Stille und innerer Weitung. Grünzweigs Gedichte kreisen suchend und tastend um dieses Geheimnis, ohne sich je zu erschöpfen. Ihre Sprache wird vielfältiger, zugleich exemplarischer.

Grünzweigs poetische Kraft entsteht aus einer Sprache, die ohne modische Neologismen auskommt und dennoch neu wirkt. Ihre Wortschöpfungen – »dunkelheitswiege«, »lauschschleier«, »grasvergnügte kühe« – scheinen aus einem uralten Naturkosmos zu stammen. Ihre Metaphern sind nie konstruiert, sondern aus Erfahrung gewonnen: Die Gedichte stehen in einem tiefen Einverständnis mit der Natur, ohne sie zu mystifizieren. Grünzweig schreibt als Fragende, nicht als Wissende; ihre Suche nach einer »heiligen Sprache« ist Ausdruck von Nähe, nicht von Ritual.

Die freie Rhythmik ihrer Gedichte ist erfühlt, nicht erdacht. Alliterationen, Binnenreime und Anspielungen – auf Bibel, Kirchenlied, Rilke – fügen sich organisch ein und öffnen die Texte in größere Zusammenhänge. Themen des Bandes reichen von der Bewahrung der Schöpfung über die existenzielle Stimmung während einer Pandemie bis hin zur realen Sorge vor einem Krieg in Finnland. Andere Gedichte widmen sich dem Tierwohl, etwa in den »kuhlobliedern«, die die Nähe zwischen Mensch und Tier neu ausloten.

Wer sich auf Grünzweigs Gedichte einlässt, begegnet einer Sprache, die sich aus der Natur heraus erneuert – weit, innerlich, hellhörig. Eine Poesie, die uns wieder in die Welt zurückführt.

  • Eintritt 8 €, ermäßigt 5 €

Literarische Arena e. V. in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Sachsen und den Museen der Stadt Dresden.

So / 18. Okt
15:00
Mit Anmeldung
Christine Gräfin von BrühlDr. Christine Gräfin von Brühl | Foto: © Thomas Kierok
Schwäne in Weiß und Gold. Geschichte einer Familie

Autorenlesung

Die Nachfahrin des Politikers Heinrich Graf von Brühl erzählt von dem einzigartigen Schwanenservice aus Meissner Porzellan, das er einst anfertigen ließ. Seine Zerbrechlichkeit hat einen enormen symbolischen Wert, seine Geschichte ermöglicht eine Entdeckungsreise, die der Vergänglichkeit von Ruhm und Besitz, der Magie des „weißen Goldes“ sowie der Kraft der Erinnerung gewidmet ist.

  • Mit Dr. Christine Gräfin von Brühl
  • Eintritt: 10 €, ermäßigt 8 €
  • Bitte reservieren Sie rechtzeitig online oder telefonisch beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter 0351 488 7272 (MO – FR).
Mi / 21. Okt
18:00
Mit Anmeldung
KI generiert: Das Bild zeigt ein historisches Porträt eines Mannes in formeller Kleidung, der an einem Tisch mit einer geöffneten Holzkiste sitzt. Der Mann blickt gedankenverloren zur Seite und hält in seiner Hand einen Schreibfeder.Friedrich Gotthard Naumann: Johann Gottlieb Naumann, Öl auf Leinwand, 1780 | © Städtische Galerie – Gemäldesammlung, Museen der Stadt Dresden
Johann Gottlieb Naumann

Der Dresdner Amadeus?!

Der Lebensweg des sächsischen Hofkomponisten Johann Gottlieb Naumann (1741–1801) führte von Dresden über Italien, Schweden und Dänemark immer zurück an den Dresdner Hof, wo er lebenslang verpflichtet wurde. Seine spannende Biografie und einige seiner herrlichen Kompositionen werden vorgestellt und beleuchtet.

  • Mit Dr. Romy Donath (Vortrag)
  • Eintritt: 10 € / ermäßigt 8 €
  • Bitte reservieren Sie rechtzeitig online oder telefonisch beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter 0351 488 7272 (MO – FR).
Do / 22. Okt
19:00
KI generiert: Das Bild zeigt eine ältere Frau mit grauem Haar und Brille, die an einem Tisch sitzt und offenbar an einer Veranstaltung oder Diskussion teilnimmt. Sie spricht in ein Mikrofon, während eine Pflanze im Hintergrund zu sehen ist.Zsuzsanna Gahse | Foto: © Richard Stratenschulte
Zsuzsanna Gahse

Spielbeginn. Verrutschungen

Zsuzsanna Gahse zählt zu den markantesten Stimmen der literarischen Avantgarde. Ihre Texte bewegen sich zwischen Lyrik und Prosa, sind leicht, fragmentarisch, dialogisch – und stets von einer besonderen Sprachprägnanz. In Dresden ist sie seit ihrer Chamisso-Poetikdozentur 2008 immer wieder präsent.

Ihr neues Buch »Spielbeginn. Verrutschungen« entfaltet sich wie ein Theaterstück: Figuren warten – wie bei Beckett – und sprechen über Sinn, Sprache und Verwandlung. Doch Gahse zeigt die Gegenbewegung zum Verstummen: Aus Tönen entstehen Silben, Worte, Sätze, Zusammenhänge. Sprache wird zum Experimentierfeld. »Erzählinseln« und »Störe« strukturieren den Text, kurze Einsprengsel, die ganze Geschichten anstoßen können.

Auf der Bühne agieren »Die Grünen«, zehn nummerierte Figuren, die improvisierend Gedanken austauschen. Antons verlorenes Notizbuch bildet den zweiten Teil des Buches und gibt Einblick in die geplante Dramaturgie: Sprache als Pilzgeflecht, Gespräche in Stille, Missverständnisse durch »Verrutschungen«.

Wer sich auf »Spielbeginn« einlässt, begegnet dem Abenteuer der Sprache selbst: der Möglichkeit, aus Hörerlebnissen eine neue Sprache zu erfinden. 

Eintritt 8 €, ermäßigt 5 €

Literarische Arena e. V. in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Sachsen und den Museen der Stadt Dresden.

Sa / 24. Okt
17:00
Mit Anmeldung
KI generiert: Das Bild zeigt ein Porträt eines Mannes in historischer Kleidung mit lockiger weißer Perücke. Der Hintergrund ist in schlichten, dunklen Tönen gehalten.Gottfried Hempel: Christian Fürchtegott Gellert, Öl auf Leinwand, 1752 | © Wikimedia
»Der unsterbliche Autor«. Ein Abend zu Leben und Werk des populärsten Dichters der Aufklärung

Christian Fürchtegott Gellert

»Berühmt zu werden, ist nicht schwer, man darf nur viel für kleine Geister schreiben; doch bey der Nachwelt groß zu bleiben, dazu gehört noch etwas mehr, als, seicht am Geist, in strenger Lehrart schreiben« – das schrieb Gellert in seinem Gedicht »Der unsterbliche Autor«. Die Werke Gellerts sind heute weitgehend vergessen. Zu Unrecht, meint der Leipziger Schillerverein und versucht, mit szenischen Lesungen und kleinen Spielszenen Gellert wieder ins Gedächtnis zu rufen.

  • Mit Mitgliedern des Leipziger Schillervereins e. V. (Vortrag)
  • Eintritt: 10 € / ermäßigt 8 €
  • Bitte reservieren Sie rechtzeitig online oder telefonisch beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter 0351 488 7272 (MO – FR).
  • In Kooperation mit dem Leipziger Schillerverein e. V.
Sa / 24. Okt
17:00
Mit Anmeldung
Christian Fürchtegott Gellert, Druckgrafik, Mitte 19. Jh.
»Der unsterbliche Autor«?

Gellerts Leben und Werk in Spielszenen und Deklamationen, vorgestellt vom Leipziger Schillervereinstheater

Christian Fürchtegott Gellert (1715–1769) war seinerzeit einer der beliebtesten Schriftsteller Deutschlands und formte die deutsche Sprache entscheidend mit. Seine Schriften waren populär und seine Vorlesungen an der Leipziger Universität legendär. Goethe bezeichnete Gellerts Morallehre als das »Fundament der deutschen sittlichen Kultur«. Besonders seine Fabeln begeisterten die Leser, aber er verfasste auch Lustspiele, schrieb den ersten deutschen Roman und prägte den Briefstil für Generationen.

  • Ort: 
    Kügelgenhaus – Museum der Dresdner Romantik
    Hauptstraße 13
    01097 Dresden
  • Eintritt: 10 €, ermäßigt 8 € / frei für Mitglieder der Schillervereine Leipzig und Dresden sowie Ehrenamtliche des Schillerhäuschens
  • Bitte reservieren Sie rechtzeitig online oder telefonisch beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter 0351 488 7272 (MO – FR).

Eine Veranstaltung des Schillervereins Leipzig e. V. und des Schiller & Körner in Dresden e. V.

Mi / 28. Okt
19:30
Kuechenmeister und Schulze© Dirk Skiba / Gaby Gerster
Zwischen Generationen | Nadja Küchenmeister und Ingo Schulze

Literarische Alphabete

Im Jahr 2026 stehen die »Literarischen Alphabete« erstmals unter einem Motto »Zwischen Generationen«. Der Titel ist Programm. Denn wir wollen fragen: Wie ist es um das Verhältnis zwischen den Generationen bestellt? Kooperieren sie, gehen sie einander aus dem Weg? Welche Probleme gibt es? Existiert ein fruchtbarer Austausch, auch im künstlerisch-literarischen? Wenn nicht, wie könnte der aussehen? Was muss sich ändern? Was können wir tun? Lesen jüngere ältere und ältere jüngere Autoren? Wie groß ist das Interesse am Werk des jeweils anderen? 

Nadja Küchenmeister liest aus ihrem preisgekrönten neuen Gedichtband »Der große Wagen«, Ingo Schulze gibt Einblicke in seinen neuen, mit dem Uwe-Johnson-Preis 2026 ausgezeichneten Roman »Das Wasser im August«. 

Über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Autorenbiografien spricht an diesem Abend Volker Sielaff mit den beiden. Was trennt, was verbindet Küchenmeister und Schulze miteinander? Ein Abend entlang zweier aufregender Lebenswege, ein Abend »zwischen Generationen«.

  • Eintritt 8 €, ermäßigt 5 €

Literaturforum Dresden e. V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden 

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes

Gefördert von der Landeshauptstadt Dresden

Do / 29. Okt
18:30
AI generated: The image shows traditional writing utensils, including ink bottles and nibs, arranged together with an inscribed text in Hebrew script. The focus is on artistic and traditional calligraphy.Foto: © Heike Antoci
Die Torah zwischen mündlicher und schriftlicher Überlieferung

  • Mit Prof. Maria Häuser
Do / 29. Okt
19:00
KI generiert: Das Bild zeigt einen Querschnitt der Erde und illustriert die Veränderung der Rotationsachse von der früheren zur heutigen Lage. Betont wird die interne Struktur der Erde mit Bezug auf die geologischen Schichten.Veränderung der Rotationsachse | Foto: KI generiert
Warum die Erde kippt

Ursachen der echten Polwanderung

Warum verändern sich die Positionen der geografischen Pole auf der Erde und welche Prozesse im Inneren unseres Planeten sind dafür verantwortlich? In diesem Vortrag geht es um die echte Polwanderung, bei der sich die Erdkruste gegenüber dem Erdkern neu ausrichtet. Dabei stehen nicht nur die geophysikalischen Ursachen dieses faszinierenden Vorgangs im Fokus. Angesichts der Bewegung aller Bestandteile der Erde wird außerdem ein geeignetes Bezugssystem für diese Prozesse definiert.

  • Mit Dr. Bernhard Steinberger, Potsdam
Fr / 30. Okt
18:30
978 3 95475 261 4 Kopie
»Kommissar Goethe. Schillers Schädel«

Johannes Wilkes liest aus seinem literarischen Krimi

Wenn draußen wieder die Herbststürme brausen, wird es im Bräustübel gemütlich und mysteriös: Geheimnis und Verbrechen liegen in der Luft, wenn der Autor Johannes Wilkes (Erlangen) uns mitnimmt auf eine irrwitzige Reise durch die literarische Welt Goethes und Schillers. Zur Stärkung können Sie sich im Bräustübel mit Hausgebrautem und deftigen Speisen versorgen.

  • Ort: 
    Bräustübel
    Körnerplatz 3
    01326 Dresden


     
Di / 3. Nov
19:00
DSC 1223 1Foto: © Richard Stratenschulte
Jayne-Ann Igel

Lesereihe »Schreibspuren« 

Woher kommt ein Schriftsteller? Welche Bücher, Klänge und Bilder begleiten ihn – und wann werden Einflüsse zu einer eigenen literarischen Sprache? Diesen Fragen geht die Lesereihe »Schreibspuren« nach. Zum Auftakt ist die Dresdner Dichterin Jayne-Ann Igel zu Gast.

Jayne-Ann Igel hat eine eigene poetische Sprache entwickelt, in der Landschaft zum Resonanzraum von Geschichte und persönlicher Erfahrung wird, während die Sprache selbst nie selbstverständlich ist, sondern immer wieder neu gesucht und erprobt wird.

Wer ihrem Schreiben auf die Spur kommen möchte, begegnet einer Vielzahl literarischer Stimmen. Eine besondere Bedeutung haben dabei Elias Canetti, Virginia Woolf und Paul Verlaine. Elsa Morantes »Traumtagebuch« wurde für Jayne-Ann Igel zu einem wichtigen Impuls, sich selbst mit dem Aufzeichnen und literarischen Festhalten von Träumen zu beschäftigen. Unter den deutschsprachigen Dichtern nehmen insbesondere Sarah Kirsch, Elke Erb und Johannes Bobrowski einen wichtigen Platz ein. In diesen Texten begegnen ihr Fragen, die für ihr eigenes Schreiben wichtig sind.

Im Gespräch mit Jayne-Ann Igel geht es um solche literarischen Wegmarken und Wendepunkte ihrer Schreibbiografie. Igel stellt Texte vor, die für sie wichtig waren und erzählt von den Spuren, die sie in ihrem eigenen Schreiben hinterlassen haben.

Moderation: Patrick Wilden

  • Eintritt 8 €, ermäßigt 5 €

Eine Kooperation der Literarischen Arena e. V., der Evangelischen Akademie Sachsen und den Museen der Stadt Dresden

Diese Veranstaltung wird gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden.